Der Luftmassenmesser (LMM), englisch MAF (Mass Air Flow Sensor), misst die tatsächlich angesaugte Luftmasse. Aus diesem Wert berechnet die ECU die Einspritzmenge — er ist also einer der wichtigsten Eingangswerte für die Lambda-Regelung.
Bei modernen BMW-Turbos wird der LMM oft durch eine Kombination aus MAP-Sensor (Saugrohrdruck), IAT (Ansauglufttemperatur) und Drehzahl ersetzt — dieses Speed-Density-Verfahren rechnet die Luftmasse aus Druck und Temperatur. Saugmotoren wie M52/M54 und ältere Reihensechser haben dagegen klassische Heißfilm-LMMs.
Tuning-Bezug: Ein verschmutzter oder defekter LMM ist ein Klassiker für Leistungsverluste — die ECU bekommt zu niedrige Werte und stellt zu wenig Sprit ein. Vor jedem Tuning-Schritt sollte der Sensor-Zustand geprüft werden. Bei Speed-Density-Setups (oft im Tuner-Bereich) wird der LMM komplett umgangen, was bei großen Hardware-Änderungen (Drop-In-Turbo, andere Düsen) das Mapping vereinfachen kann.