LSPI (Low-Speed Pre-Ignition) ist eine unkontrollierte Frühzündung des Gemischs bei niedriger Drehzahl (typisch 1000–2500 U/min) und hoher Last. Anders als normales Klopfen tritt LSPI vor dem Zündfunken auf. Die ECU kann nicht reagieren, weil der Klopfsensor zu spät detektiert.
Folgen reichen vom abgesprengten Kolbensteg bis zum komplett zerlegten Motor in einem einzigen Lastzyklus. Direkteinspritzer-Turbomotoren wie N20, B48, B58 sind besonders gefährdet, weil Öltröpfchen und Ablagerungen auf heißen Oberflächen LSPI auslösen können.
Schutz: spezielle LSPI-feste Motoröle (API SP, ILSAC GF-6) verwenden, nicht im hohen Gang bei niedriger Drehzahl voll ins Gas treten und ein Mapping wählen, das den Lastaufbau im kritischen Bereich begrenzt. Ein seriöses Tuning lässt im LSPI-Fenster bewusst Drehmoment liegen.