Pumpe-Düse (PD, englisch Unit Injector) ist ein Diesel-Einspritzsystem, bei dem Pumpe und Düse in einer Einheit pro Zylinder sitzen. Eine zusätzliche Nocke auf der Nockenwelle drückt über einen Rollenkipphebel den Pumpenkolben nieder und erzeugt so den Einspritzdruck direkt am Zylinder. Ein Magnetventil, das vom Steuergerät angesteuert wird, bestimmt Beginn und Dauer der Einspritzung.
Volkswagen setzte Pumpe-Düse ab Ende der 1990er-Jahre in vielen TDI-Motoren ein, etwa im 1.9 TDI und im 2.0 TDI von Golf IV und Golf V. Gesteuert werden diese Motoren meist von Bosch EDC15P+ oder EDC16, beim 2.0 TDI mit 170 PS auch von Siemens PPD1.
PD-Motoren sind für ihren kräftigen Durchzug und hohe Einspritzdrücke bekannt, laufen aber rauer als Common-Rail-Diesel. Weil der Druckaufbau an die Nockenwellendrehung gekoppelt ist, sind die Freiheiten bei Mehrfacheinspritzung begrenzt. Für das Tuning gilt: PD-Motoren reagieren deutlich auf mehr Menge und Ladedruck. Limitierend sind oft Kupplung, Zweimassenschwungrad und Turbolader. Abgelöst wurde das System bei VAG um 2008 durch Common Rail.