MG1 ist die Bosch-Generation für Ottomotoren, die auf die MED17/MEVD17 folgt. Ihr Diesel-Gegenstück heißt MD1. Beide basieren auf Multicore-Prozessoren der Infineon-Familie Tricore (Aurix) und wurden von vielen Herstellern übernommen, darunter VW, Ford, Porsche und BMW.
Bei BMW steuert die MG1 vor allem die modularen Benziner der G-Serie: den Vierzylinder B48 (etwa 320i/330i G20, 530i G30, Z4 G29) und den Reihensechszylinder B58 (etwa M340i G20, 540i G30, Z4 M40i, Toyota Supra A90). Die Varianten tragen Kennungen wie MG1CS003; spätere Software- und Hardware-Stände haben eigene Kennungen. Die ersten B-Motoren in der F-Serie liefen teils noch auf MEVD17.
Im Vergleich zur Vorgängergeneration ist die MG1 deutlich stärker abgesichert. Ab Produktionsdatum etwa Mitte 2020 lassen sich viele BMW-Steuergeräte nicht mehr ohne Weiteres per OBD beschreiben; dann ist vorab ein Bench-Unlock am ausgebauten Gerät nötig. Dazu kommt mehr Modellrechnung, etwa für Bauteilschutz und den Otto-Partikelfilter (OPF).