Die Wassereinspritzung, oft als Wasser-Methanol-Gemisch (WMI = Water Methanol Injection), versprüht eine feine Flüssigkeitsdusche in die Ansaugung — entweder vor oder nach dem Ladeluftkühler. Ziel: die Verdampfung kühlt die Ansaugluft drastisch (über 50 °C möglich) und senkt damit die Klopfneigung im Brennraum.
Methanol (typisch 50/50 Wasser/Methanol) wirkt zusätzlich als Brennstoff und erhöht die effektive Klopffestigkeit ähnlich wie E85. Vorteil gegenüber E85: deutlich kleinere Mengen nötig, kein Tank- Umrüsten, kein Düsen-Upgrade — die WMI kommt zusätzlich.
BMW selbst hat WMI im M4 GTS (F82) und M2 CS in einer Serien- Variante eingesetzt. Im Tuner-Bereich gibt es Kits von Snow Performance und AEM. Sinnvoll vor allem bei aggressiven Stage-2+-Setups oder auf Dragstrip-tauglichen Mappings, wo Heatsoak und Klopfen sonst die Leistung wegfressen. Wichtig: WMI ohne Map-Anpassung ist sinnlos — die ECU muss wissen, dass mehr Zündung und Boost erlaubt sind, wenn das Spray aktiv ist.