Eine Drehmomentbegrenzung legt fest, wie viel Drehmoment der Motor in einer bestimmten Situation höchstens abgeben darf. Moderne Motorsteuergeräte arbeiten mit einem Drehmomentmodell: Alle Anforderungen laufen dort zusammen, vom Gaspedal über ESP und Traktionskontrolle bis zum Bauteilschutz für Motor und Turbolader. In dieser Begrenzerkette gewinnt immer der niedrigste Wert.
Ein wichtiger Teil davon kommt vom Getriebe. Das Getriebesteuergerät meldet, welches Eingangsdrehmoment es akzeptiert, oft gestaffelt nach Gang, Drehzahl oder Öltemperatur. Dazu kommen Begrenzungen, die der Motorhersteller selbst hinterlegt, etwa im ersten Gang oder bei niedriger Drehzahl.
Beim Tuning ist die Drehmomentbegrenzung kein Hindernis, sondern ein Werkzeug. Eine gute Abstimmung hebt das Drehmoment nicht überall gleich an, sondern begrenzt es dort, wo es wenig bringt und viel belastet: in den unteren Gängen, in denen die Traktion ohnehin limitiert, und bei niedriger Drehzahl, wo Kupplung, Wandler und Zweimassenschwungrad am stärksten leiden. So bleibt das Mehr an Leistung nutzbar, ohne den Antriebsstrang zu überfordern.