Die Rauchbegrenzung ist eine Schutzfunktion im Diesel-Steuergerät. Sie legt fest, wie viel Kraftstoff bei einer bestimmten Luftmasse und Drehzahl höchstens eingespritzt werden darf. Damit schreibt sie ein Mindest- Luftverhältnis vor: Kommt mehr Kraftstoff, als die vorhandene Luft sauber verbrennen kann, entsteht Ruß, und die Abgastemperatur steigt.
Die Luftmasse ermittelt das Steuergerät über den Luftmassenmesser, den Ladedruck oder ein Modell aus beidem. Deshalb gibt die Rauchbegrenzung von selbst nach, wenn der Turbo Ladedruck aufbaut, und hält die Menge zurück, solange die Luft fehlt, etwa beim Anfahren.
Sie ist ein Glied in einer Kette von Begrenzungen aus Fahrerwunsch, Drehmomentbegrenzung und Bauteilschutz. Am Ende kommt immer der kleinste Wert an. Beim Tuning gilt: erst mehr Luft, dann mehr Kraftstoff. Wird die Rauchbegrenzung angepasst, dann entlang der Luftmasse, damit sie ihre Schutzwirkung behält. Ein pauschales Anheben oder das Verfälschen der Mengenberechnung, wie es manche Tuning-Boxen tun, nimmt ihr genau diese Eigenschaft. Bei Fahrzeugen mit Partikelfilter bleibt zu viel Ruß unsichtbar, landet aber im Filter.