EPROM steht für Erasable Programmable Read-Only Memory, also einen löschbaren, programmierbaren Festwertspeicher. Typisch ist das Keramikgehäuse mit kleinem Quarzfenster: Unter UV-Licht verliert der Baustein nach einigen Minuten seinen Inhalt und lässt sich danach mit einem Programmiergerät neu beschreiben. Im eingebauten Zustand ist das Fenster meist mit einem Aufkleber abgedeckt.
In den Motorsteuergeräten der 1980er- und frühen 1990er-Jahre, etwa der Bosch Motronic in BMW-Modellen wie E30 oder E34, lagen Programm und Kennfelder in einem solchen EPROM. Je nach Gerät war der Chip gesockelt oder fest eingelötet. Leistungssteigerung hieß damals: Steuergerät ausbauen, Gehäuse öffnen, Chip tauschen oder neu brennen. Daher stammt der Begriff Chiptuning, der bis heute geblieben ist.
Abgelöst wurde das EPROM durch elektrisch löschbaren Flash-Speicher. Damit ließ sich die Software ohne Ausbau des Bausteins neu schreiben, später auch über die Diagnose-Schnittstelle. Für die Arbeit an Klassikern ist das EPROM aber weiter aktuell: Vor jeder Änderung wird der Originalinhalt gesichert, und der Baustein muss elektrisch und mechanisch zum Steuergerät passen.